Tarragona An Der Costa Dorada

Die goldene Küste macht nicht nur wegen ihres herrlich goldfarbenen Sandes aus Urlauberherzen glückliche Menschen. Zwischen Barcelona und der Mündung des größten Flusses Spaniens Ebro gelegen, bietet sie neben kleinen, sanft abfallenden Sandbuchten und kilometerlangen Stränden auch viel Historie und atemberaubende Natur. Besonders erwähnenswert sind die urigen Naturlandschaften und heutigen Naturschutzgebiete des Ebro-Deltas und die Gebirgszüge El Ports, Montsant und die Berge von Prade. Mittelalterliche Burgen, romanische Klausen und bemerkenswert schöne, gut erhaltene Städte prägen das Hinterland der Costa Dorada.
Sie ist der südlichste Teil von Katalonien. Ihr Ende erreicht die etwa 200 km lange Küste im Süden beim Ort Tarragona. Ohne Zweifel besitzt sie als schönster Küstenabschnitt Kataloniens ideale Voraussetzungen für ausgedehnte Badeurlaube. Nur eine Handvoll Ferienorte säumt den Küstenweg. An der Costa Dorada kann man Baden, Wandern und sich auf die geschichtsträchtigen Spuren Kataloniens begeben.

Größere Städte an der Costa Dorada

Die Costa Dorada besitzt in ihrem Innern und weniger in Meeresnähe schöne, bereits sehr alte Städte wie Taragona, Tortosa und Montblanc. Außerdem wuchsen in den letzten Jahren bedeutende Touristenzentren und Fischereihäfen stark an, darunter Salou, Cambrils, L’Ametlla de Mar, Torredembarra und Calafell. Dort bekommt man wirklich alles, was das Urlauberherz begehrt.

Tarragona
ist die Stadt mit mehr als 100.000 Einwohnern. Sie bietet als Hauptstadt der Provinz nicht nur eine stark expandierende Wirtschaft, sondern ist auch ein herrlicher Touristenmagnet: Sie besitzt wunderbare Natur, sanftes Klima und einen einmaligen Denkmalkomplex, der aus der Zeit der römischen Herrschaft 218 v. Chr. stammt. Dazu gehören Ruinen von einem Zirkus, einem Theater und einem Amphitheater, die ehemalige Stadtmauer und ein heute noch gut erhaltenes, fünf Kilometer langes Äquadukt. Außerdem zählen mehrere Foren dazu, in denen sich die Bevölkerung der damaligen Zeit traf. Im Jahr 2000 wurde der gesamte römische Architekturkomplex von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Die Kathedrale ist dann das repräsentativste Symbol des Mittelalters. Tarragona war erzbischöfliche Hauptstadt der katalanisch aragonesischen Krone. Am Meer gibt es einen Aussichtpunkt mit Panoramablick genannt Passeig de les Palmeres. Das Hafenviertel Serrallo wartet mit einer langjährigen Tradition in Sachen Gastronomie auf genussfreudige Gäste.

Tortosa
erfreut den Besucher mit einer Burg namens San Juan und einem Bischofspalast, der einen schön gestalteten Innenhof hat. Tortosa ist eine genügsame, ruhige Stadt im noch herrlichen anzuschauenden Stil der Mittelalters.

In Salou
werden jedem Urlauber die Wünsche von den Augen abgelesen. Zudem gibt es hier den für die Küste herrlich goldfarbenen Sand an einem buchstäblich kilometerlangen Strand direkt vor der Haustür.

Sehenswertes an der Costa Dorada

Burgen, Schlösser und Klöster

Das Castell im Ort Creixell stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist nur noch in seinen Grundrissen erhalten. Erst im 19. Jahrhundert wurde das darauf neu erbaute Schloss aus dem 18. Jahrhundert renoviert.

Das Castell Monestir de Sant Miquel d’Escornalbou in Riudecanyes ist ein Haus im traditionellen Herrenhausstil zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Herausragend sind die romanische Kirche, die Ruinen des Kapitelsaals und der Kreuzgang.

Die erst Kartause auf der Iberischen Halbinsel wurde im 12. Jahrhundert von Mönchen aus der Provence gegründet. Das Kloster Cartoixa d`Escaladei in La Morera de Montsant bestand bis zum Jahr 1835. Aus seiner Anwesenheit leitet sich der Name der Region Priorat ab, durfte doch der Prior zu bestimmten Zeiten Recht sprechen.

Das Kloster Santa Maria de Poblet in Vimbodí ist eines der bedeutendsten mittelalterlichen Klöster Europas. Es entstand aufgrund einer Stiftung, die der König Ramon Berenguer VI (Raimund Berenguer IV.) dem Zisterzienserkloster von Languedoc Fontfreda (1151) machte. Es handelte sich um die Ländereien, die bis zum Jahr 1835 den Reichtum des Klosters bildeten. Sie bestanden aus drei Teilen. Auf dem ersten Landstück lagen die Dienstleistungseinrichtungen, die für das Kloster bestimmt waren. Das zweite Landstück besaß eine Kapelle, ein Hospital, ein Gasthaus, Mühlen, Lager sowie den Palast des Abtes. Auf dem dritten, ummauerten Teil lebten die Mönche, die dort ihre eigenen Räumlichkeiten für das Klosterleben hatten.

Das Kloster Monestir de Santes Creus ist ein altes Zisterzienserkloster im Norden von Camp in Tarragona im Gemeindegebiet von d‘ Aiguamúrcia. Das Kloster wurde im Jahr 1158 auf dem Land gegründet. Die Äbte bewirtschafteten nicht nur das Land, sondern gründeten auch den Ritterorden von Montes im Jahr 1319. Doch 1820 wurde das Kloster aufgelöst und die Güter öffentlich versteigert.

Naturparks

Die etwa 320 Quadratkilometer große Fläche des Naturparks Delta d´Ebre mit ihrem Schwemmsand ist heute mit riesigen Reisfeldern überzogen. Sie verhindern nicht nur eine Übersalzung des Gebietes, bieten auch vielen Wasservögeln wie Flamingos eine einzigartige Sommerstätte. Der Park umfasst unterschiedliche Küstengebiete, Lagunen und Dünenketten und Halbinseln. Um ihn zu besuchen, sollte man mindestens einen Tagesausflug einplanen.

Der Naturpark des Montsant-Gebirges im Hinterland der Costa Dorada erweist sich als einer der imposantesten Bergketten im Gebiet von Tarragona. Das Bergrelief bietet mit seinen trockenen Schluchten, verwinkelten Gängen und Buschflora idealen Lebensraum für so manche Tierart wie Steinotter, Ginsterkatze, Uhu, Eulen sowie einer mannigfachen Vielfalt an Wassertieren wie Schlangen und Salamander, Aale und Barben. Der heilige Berg Montsant ist bis heute Wallfahrtsort.

Der Park Natural del Ports unweit der Stadt Tortosa ist ein regelrechtes Paradies an Flora, Fauna und Geografie. Hier stehen noch Rotbuchenwälder, die in dieser einzigen Enklave auf der iberischen Halbinsel vorkommen, hier lebt noch die heimische Bergziege. Etwa 1000 verschiedenen Pflanzen- und Tierarten haben hier überlebt. Auch die Form des Gebirges an sich ist schon eine Reise wert. Von der höchsten Erhebung des Berges des Parks Mont Caro mit 1447 Meter Höhe hat man einen wunderbaren Blick auf die reiche Bergwelt und das Ebro-Delta.

An der Costa Dorada finden aufgrund der noch unberührten und geschützten Natur auch viele wilde Tiere ein Zuhause. Das einzig zu besuchende Tierreservat ist das von Sebes, das man von der Ortschaft Flix aus erreicht. Die Leitung des Reservats informiert ausführlich und organisiert Wanderungen.

Weitere Reiseinformationen über die Costa Dorada

Die schönsten Strände für Badeurlaub an der Costa Dorada »

Küche und Wein an der Costa Dorada »

Klima und Wetter »

© Fotos:

Tarragona beach“ von Vitold Muratov – Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons. Lizenztext: http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode

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