Gardasee

In einem von den oberitalienischen Städten Trient, Brescia und Verona gebildeten Dreieck liegt mit dem Gardasee Italiens größter und einer seiner bekanntesten und bei Touristen beliebtesten Seen. Während er im Nordosten von den über zweitausend Meter hohen Gipfeln der Ausläufer der Alpen begrenzt wird, reicht sein rund 50 Kilometer entferntes südliches Ufer bereits in die weite Ebene des Po hinein.

Die den See umrundende Uferstraße Gardesana führt zu den bekanntesten Urlaubsorten, die mehr oder weniger alle für ihr mediterranes Klima mit heißen Sommern und milden und niederschlagsarmen Wintern bekannt sind. Umgeben von Zypressen, Palmen, Zedern und Olivenhainen wird sein nördlicher Bereich vor allem von Berg- und Wanderfreunden sowie den Liebhabern des Surf- und Segelsports geschätzt. Letztere profitieren vor allem von den hier vorherrschenden günstigen Windverhältnissen.

Am Westufer sind an der Riviera dei Limoni noch einige der fast schon legendären Orangerien zu finden und am südlichen Uferbereich erfreuen sich einige große Freizeitparks großer Beliebtheit.

Zu den bekanntesten Urlaubsorten gehört der Luftkurort Riva del Garda an der Nordspitze des Gardasees, der neben einem besonders langen und schönen Strandabschnitt, den eine herrliche Strandpromenade säumt, mit Sehenswürdigkeiten wie seinem schiefen Uhrturm aus dem Jahr 1220 oder der völlig von Wasser umgebenen Stadtburg aufwartet. Weiter südlich zählt das am Ostufer liegende und als „Perle des Gardasees“ bezeichnete Malcesine zu den begehrtesten Urlaubszielen. Die kleine Stadt hat sich trotz des hohen Touristenaufkommens ihre Ursprünglichkeit bewahrt und bietet neben schönen Badestränden und Möglichkeiten für Wassersportaktivitäten in ihren engen Gassen zahlreiche kleine Restaurants, in denen man die italienische Küche stimmungsvoll genießen kann.

Ähnlicher Beliebtheit erfreut sich das benachbarte Brenzone am Fuße des Monte Baldo, das neben der Uferpromenade eine sehenswerte Altstadt mit einem typisch italienischen Flair zu biete hat.

Am Westufer des Sees liegt mit Gardone Riviera ein eher elegant wirkender Ort. Der zur „Zitronenriviera“ gehörende Kurort besitzt ein besonders gesundheitsförderndes Klima und verfügt über nobelste Hotels und Restaurants.

Dagegen liegt das urwüchsig wirkende Städtchen Tignale unmittelbar am Naturpark „Alto Garda“ und bietet besonders bei Wanderungen oder Mountainbike-Touren herrliche Ausblicke über den See.

Das ganz im Süden liegende Pschiera del Garda hat eine von Kanälen eingeschlossene und an Venedig erinnernde Altstadt, während das Stadtbild von Lazise vor allem durch seine landschaftliche Schönheit und Vielfalt besticht.

Nicht unerwähnt bleiben sollen zwei im See befindliche Inseln. Deren Größte ist die Isola del Garda mit der im venezianischen Stil erbauten Villa Borghese und San Biagio bietet das Vergnügen, bei niedrigem Wasserstand sogar zu Fuß erreichbar zu sein.

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Isola di Garda (Italien) – Palast ©  Maria Teresa Weinmann | Dreamstime.com

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