Castell De Tamarit In Tarragona, Katalonien

Eine Reise nach Katalonien ist eine Reise voller Entdeckungen, ja Überraschungen. Hier treffen Gegensätze aufeinander, die immer zum Staunen verleiten. In ganz Spanien gibt es kaum mehr Abwechslung innerhalb einer Region wie Katalonien: Reizvolle mittelalterliche Dörfer treffen auf hochmoderne Städte. Steile Felsküsten, kilometerlange Sandstrände, grüne Wälder, hohe Gebirgszüge mit schneebedeckten Gipfeln, ein ausgedehntes Flussdelta es gibt nichts, was es in Katalonien nicht gibt. Es ist die meist besuchte Gebiet Spaniens, auch aufgrund seiner 580 km langen Küstenregionen Costa Brava und Costa Dorada. Die autonome Region zwischen Pyrenäen und Mittelmeer mit ihren knapp sieben Millionen Einwohnern bietet ebenso kulturell einen sagenhaften Reichtum, der sich über Geschichte, Weinanbau und der Lebensart der Katalanen erstreckt. Denn aufgrund ihrer Lebensart verbinden die Katalanen Alt und Neu, Tradition und Moderne.

Geschichte

Katalonien ist heute eine Autonome Region. Das Bewusstsein, welches die Katalanen heute an den Tag legen, gründet sich auf eine abwechslungsreiche Geschichte. Auch aktuell versucht Katalonien, innerhalb Spaniens seine Autonomiebestrebungen zu verstärken. Das beruht auf folgenden Daten:

Unter den Römern war das Gebiet eine blühende Provinz mit dem Namen Hispania Tarraconensis. Es kamen die Alanen, die Westgoten und die Mauren. Er im 9. Jahrhundert vertrieb das Volk mit Hilfe Ludwigs des Frommen die Mauren aus dem Land. In der Folgezeit bildeten sich 15 verschiedenen Grafschaften, die es schafften, sich vom Grafen in Barcelona unabhängig zu machen. So entstand bereits im 10. Jahrhundert ein selbständiges Fürstentum gleich einem eigenständigen Staat genannt Katalonien. Raimund Berengar IV. erhielt das Land durch Vermählung, und so verbündeten sich Katalonien mit Aragonien. 1479 wurde das Land der spanischen Monarchie einverleibt. Trotzdem blieb seine Verfassung geltend. Im Mittelalter besaß Katalonien die Herrschaft im Mittelmeer. 1469 heiratete Ferdinand, Erbe der Krone Aragoniens, seine Cousine Isabel, Erbin von Kastilien. Sie gingen als die Katholischen Könige (Los Reyes Católicos) in die Geschichte ein. Dies war jedoch zunächst bloß eine Personalunion, so dass die innere politische Eigenständigkeit Kataloniens erhalten blieb. Im Konflikt zwischen Spanien und Frankreich Mitte des 17. Jahrhunderts ergriff Katalonien Partei für Frankreich, saß jedoch dann beim Friedensschluss von 1659, dem Pyrenäenfrieden, zwischen allen Stühlen und wurde zweigeteilt: Die katalanischen Gebiete nördlich der Pyrenäen (Roussillon) gingen an Frankreich verloren. Im Spanischen Erbfolgekrieg verlor Katalonien die Reste seiner Eigenständigkeit: 1714 wurde es von Frankreich besetzt. Hier endete die Selbstverwaltung. 1931 erhielt Katalonien erneut seine politische Eigenständigkeit, verlor sie jedoch unter Franco. 1979 erhielt es ein neues Autonomiestatut. Bis heute wird Katalonien von einer christdemokratisch national-kalatanischen Partei regiert.

Größere Städte in Katalonien

Barcelona

ist die Hauptstadt Kataloniens. Sie ist wohl die international geprägte oder national gefeierte Stadt Spaniens. Berühmt ist sie für ihre Architektur von Antoni Gaudi.

Besalú

Hauptstadt der Garrotxa. Das Städtchen wurde im Jahr 1966 als historisches Nationalgut („conjunto histórico artistico“) deklariert. Besalú stellt eine mittelalterlich-historisch künstlerische Gesamtheit in Hinsicht seiner Architektur dar und ist eine der besterhaltenen in ganz Katalonien.

Empuriabrava

ist nicht nur einer der größten Marinehäfen Europas, sondern auch Treffpunkt internationaler Urlauber. Schöner, feinkörniger Sandstrand.

Figueres

– eine relativ kleine Stadt, ist jedoch wegen ihrer Lage an der Costa Brava ein Verkehrsknotenpunkt. Das Dalí-Museum hat einiges zu bieten.

Girona

besitzt eine hübsche Altstadt, in welchem sich auch ein anschauliches jüdisches Viertel befindet.

Lloret de Mar

liegt unmittelbar am Meer und ist nicht nur für Urlauber die Bade- und Partyhochburg an der Costa Brava.

Tarragona

südwestlich von Barcelona und Mittelpunkt der Costa Dorada erwartet seines Besucher mit einer bezaubernden Atmosphäre einer gut erhaltenen Stadt aus römischer Zeit.

Sehenswertes in Katalonien

Katalonien verfügt über eine immens reiche Kunst- und Kulturszene. Sie ist so abwechslungsreich wie das Land selbst. Kataloniens Sprache ist Katalanisch, eine romanische Sprache, welche neben Kastillisch (Spanisch) die Amtssprache der Region ist. Kataloniens Kunsterbe wird stets an die Kreativität der Bewohner erinnern. In der gesamten Region zeugt heute reizvolle Architektur von der künstlerischen Gabe der Einwohner. Beispiele sind Empúries, die romanischen Gebäude in Tarragona, die zivilen und religiösen Gotik-Kunstwerke. Ebenso stammen aus der autonomiebestrebten Region großartige Maler des 19. Jahrhunderts, wie Marià Fortuny, und die weltbekannten katalanischen Künstler des 20. Jahrhunderts wie Jean Miró und Salvador Dalí. Die katalanische Hauptstadt Barcelona mit ihrem quirligen Leben erweist sich für ganz Spanien als Mekka junger Leute und Anziehungspunkt für Künstler und Kunstschaffende aller Art. Man findet in ganz Katalonien in eine nicht überschaubare Anzahl an Museen und Attraktionen, von denen hier nur einige wenige genannt seien:

In Barcelona warten gleich vier prächtig ausgestattete Museen auf viele Besucher: das Thyssen-Bornemisza Museum, das Gaudi-Museum, das Miro-Museun und das Picasso-Museum. Weitere Angebote für Barcelona finden Sie hier.

In der Stadt Figueres öffnen den Besucher das Schloss San Ferran, ein Dalí-Museum sowie ein Spielzeugmuseum.

In der architektonisch wertvollen Stadt Girona gibt es ein Archäologisches Museum, ein Kunst- und ein Filmmuseum sowie Arabische Bäder.

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© Fotos:

Vista del Castell de Tamarit des de la platja d’Altafulla“ von xavi lopezEigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons. Lizenztext: http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode

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