La Gomera

La Gomera

Wenn einem das Herz auf einer Insel vor Glück und Wonne überschäumt, dann auf La Gomera. Die „grüne Perle“ der Kanarischen Inseln bezaubert mit wilden Schluchten, schwarzen Stränden und verträumten Badebuchten. Riesige Bananenplantagen, fruchtbare Tälern und ein undurchdringlicher, prähistorisch anmutender Urwald durchziehen die Insel. Auf La Gomera geht man auf Entdeckungsreise! Auf der immergrünen, fast kreisrunden Insel mit vulkanischem Ursprung wachsen bis heute 300 verschieden Pflanzenarten. La Gomera ist das perfekte Reiseziel für Aktivurlauber.
Das grüne Herz der Insel und der größte Lorbeersilberwald des kanarischen Archipels ist Laurisilva. Dieser Zauberwald mit riesigen Farnen, dicken Moosen und rankenden Lianen wurde von der UNESCO aufgrund seiner Einzigartigkeit zum „Weltnaturerbe der Menschheit“ erklärt.
Höchste Erhebung der Insel ist der Berg Garajonay mit 1.487 Metern Höhe. Im bekanntesten Tal der Insel, dem Valle Gran Rey (Tal des großen Königs), gibt es seit nunmehr 30 Jahren Hippie-Kommunen, die zum Teil in Höhlen an einem Strand wohnen, der so genannten Schweinebucht. Hauptstadt und ein anziehendes Zentrum für Nachtschwärmer ist San Sebastián de La Gomera. Derweil scheint in den beschaulichen Bergdörfern am Fuße des Garajonay die Zeit stehen geblieben zu sein.

Geschichte

Infos dazu finden Sie unter „Geschichte Gran Canaria“.

Größere Städte auf La Gomera

San Sebastián de la Gomera

ist eine kleine, lebhafte Stadt. Sie ist Durchgangsstation zum Landesinneren und Hauptstadt der Kanareninsel La Gomera. San Sebastián zeichnete mit seinen etwa 8.000 Einwohnern und einem Naturhafen schon für Christus Kolumbus eine Station auf seinem Weg 1492 nach Amerika. Den kleinen Stadtkern kann man innerhalb einer halben Stunde erobern, unter anderem lohnen der Besuch des am alten Zollhaus gelegenen Brunnen, aus dem Kolumbus Wasser für seine Reise schöpfte, die Kirche Iglesia de La Asunción (Mariä Himmelfahrt) als auch das Museum Casa de Colón. Wer noch Zeit hat, begibt sich auf die Pfade der Schlucht Barranco del Carbrito, zum Felsen Los Roques oder zum Naturschutzgebiet Puntallana.

Alajero

liegt hoch in den Bergen oberhalb des Ortes Playa Santiago auf 800 m Höhe. Alajeró ist ein kleiner Ort im sonnigen Süden mit einer trockenen Landschaft und brachliegenden Feldern. In Alajeró lohnt der Besuch der Pfarrkirche aus dem Jahr 1512, auf deren Kirchvorplatz ein hoher Indischer Lorbeerbaum steht. Unweit des Ortes auf der Kuppe des Clavarienberges steht die Ermia San Isidro mit einem herrlichen Panaromablick auf die Südküste der magischen Insel. Den einzig imposanten, wild wachsenden Drachenbaum der Insel, um dessen botanische Herkunft sich viele Legenden ranken, finden Sie in einem einsamen Seitental bei Alajeró.

Sehenswertes auf La Gomera

Kunst und Kultur sowie das Leben dieser magischen Insel bieten eine unnachahmliche Einheit. Das schätzt auch die UNESCO und stellt dabei fast die gesamte Insel unter den Begriff „Weltkulturerbe“.

So existieren nur noch wenige Orte auf der Welt wie Agulo auf La Gomera. Man muss ihn gesehen haben. Agulo besitzt eine geschlossene Siedlungsform mit engen Gässchen, altem Kopfsteinpflaster und einen Atmosphäre, in der die Zeit stehen geblieben scheint. Von den Einheimischen als „grüner Balkon“ bezeichnet, besteht der Ort aus zwei Teilen.

In der tiefer gelegenen Region liegt Agulo Casco, in dem sich die drei Orte La Montañeta, Las Casas, El Charco und ein Gehöft von einem natürlichen Amphitheater umgeben befinden.
Oberhalb liegt der Ortskern Agulo auf einer Höhe von etwa 250 Metern. Er wurde erst in den 20er Jahren des 17. Jahrhunderts gegründet. Die höher gelegene Zone von Agulo mit den Ortsteilen Las Rosas, La Palmita, Meriga und Cruz de Tierno sind unweit vom Nationalparks Garajonay. Auch hier erklärte die UNESCO den Meriga-Wald bereits zum Weltkulturerbe. Die bescheidene Bevölkerung Agulos stellt weiterhin die typischen Handwerksprodukte der Insel her.

Der Nationalpark Garajona ist ein traumhaft schöner Märchenwald mit riesigen Farnen, dicken Moosen und von Bäumen hängenden Bartflechten in einem unglaublich saftigen Grün. Der 1986 von der UNESCO unter Weltkulturerbe gestellte, 40 Quadratkilometer große Park beherbergt unter anderem Laurisilva, den einzigartig auf der Welt vorkommenden Lorbeerwald. Er macht den Hauptbestandteil des Nationalparks aus. Der Park umfasst etwa ein Zehntel der Inseloberfläche. Er besitzt eine Vegetation, die vor einigen Millionen Jahren am Mittelmeer vorherrschend gewesen ist. Seine ozeanische Lage führt dazu, dass die Pflanzen aus Urzeiten auf La Gomera überleben konnten und überrascht so durch einem majestätischen Reichtum. „Schuld“ daran tragen die zumeist dichten Nebelschwaden des Passatwindes, der über das Zentralmassiv als Herz des Parks hinweg zieht. Er spendet das lebensnotwendige Wasser für Flora und Fauna, denn mehr als zwei Drittel des Wassers der Insel tropfen durch Kondensation der Nebeltropfen auf den Waldboden. Der bis zu 25 Meter große Zedernwachholder des Waldes El Cedro bildet zusammen mit den Baumarten des Lorbeerwaldes den botanischen Kern des Nationalparks. Hinzu kommen viele Strauch- und Krautpflanzen, Baumheide und 27 Arten von Farnen, die teilweise bis zu zwei Meter hoch werden. Die enorme Trockenheit Mitte der 90er Jahre hatte den Pflanzen leider sehr zugesetzt. Je höher man im Nationalpark Garajonay die Hänge hinauf kommt, desto niedriger wird der Wald. Hier schießt eine Heidelandschaft, in der einige vom Aussterben bedrohte urzeitliche Pflanzen wie Teebaumgewächs gedeihen. Auf der trockeneren Südseite wachsen verschiedene Sukkulenten.

Castillo del Mar ist der Name der kleinen Hafenanlage, die seit 1890 am Meeresstrand von Vallehermoso mitten im Atlantik auf einer Klippe gelegen ist. Der Fotograf Thomas K. Müller sanierte die ehemalige Bananenpackanlage. So erhielt La Gomera an ihrer Nordküste eine Kulturplattform, in der lebendige Geschichte, Theater, Folklore, klassische Musik, Multimedia- und Kino-Vorführungen stattfinden. Namhafte einheimische und internationale Künstler haben im Castillo del Mar ihre Auftritte. Gerade die gigantische Kulisse des Teide ist atemberaubend schön. Aufführungen ab 18 Uhr.

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Playa Santiago © Jonnynikon | Dreamstime.com

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