Islamische Kunst

Kunst & Kultur der VAE

Islamische Kunst

In der arabischen Welt steht die Dekorationskunst an oberster Stelle. Malerei und Bildhauerei sind weniger von Bedeutung, denn die bildliche Wiedergabe Gottes und der Schriften des Korans sowie von Menschen ist im Islam nicht gestattet.

Dafür nützt die Dekoration ihre reichhaltige Ornamentik, die sich auf viele Bereiche ausdehnt wie florale und geometrische Motive und der arabischen Schrift. So werden Häuser, Fassaden, Gebäude und Kunstgegenstände oft mit In-Schriften und Blumenmotive gestaltet.

Aus diesem Grund ist auch die Kalligraphie – die Kunst des schönen Schreibens – hoch angesehen. Denn nicht sei verdienstvoller, als das Wort Gottes niederzuschreiben. Immer wieder hört man die Worte „Bismi allah“ (Im Namen des barmherzigen Gottes) auf. Die Namen Allah und Mohammed kommen in allen Bereichen des Lebens vor.

Neben den Suren des Korans werden auch Gedichte, Namen und bedeutende Daten kalligraphisch dargestellt. So werden Mauern und Fassaden mit kalligraphischer Dekoration geschmückt. Auch Türen, Nischen, Ecken oder Fensterrahmen können Schriftzeichen tragen.

Neben der Kalligraphie entwickelte sich zudem die Arabeske. Das ist ein Ziermuster mit Pflanzenmotiven, hauptsächlich Ranken. In großer Variation schlingen sich Linien umeinander.

Islamische Baukunst

Die islamische Baukunst besteht aus dekorativer Architektur. Dazu zählen die Arkaden verbunden Säulen und deren Flächen, die mit reichlich Ornamentik in vertikaler und horizontaler Ausrichtung geschmückt sind.

Der Bau der Moscheen folgt einem einheitlichem Baustil und Gestaltungsprinzipien. Der Innenraum wird von einer Kuppel überdacht. Sie ist mit Ornamenten und Schrift verziert. Auf dem Boden liegen mehrere Teppiche. Weitere Innenräume sind die nach Osten ausgerichtete Gebetsnische Mihrab und die Kanzel Minbar.

Im Außenbereich findet man häufig Waschplätze, die sich im Innenhof befinden, für rituelle Waschungen. Die gut belüfteten Innenhöfe sind reichlich mit Bögen und Ornamentik verzieht. Als Minarette bezeichnet man den oder die schlanken Türme an der Seite der Kuppel. Von ihnen aus ruft der Muezzin zum Gebet.

Der Bau der Wohnhäuser orientierte sich an den Prinzipien sakraler Architektur. Während das Äußere beinahe schmucklos erscheint, entfaltet sich im Innern eine fast verschwenderische Pracht. Private Wohnhäuser bieten den arabischen Familien die notwendige Abgeschiedenheit – auch heute noch. Sie beherbergen ein dichtes Netz aus vielen Gebäuden, in denen die gesamte „Sippe“, verteilt in Familien in einzelnen Häusern, lebt. Kleine Fenster schützen vor Hitze, Sonne und Wind; dicke Mauern spenden Kühle.

Ein ausschließlich Männern vorbehaltener Raum namens Mafradsch befindet sich meist im oberen Gebäude. Dort ziehen sich die Herren nach einem Mahl zurück und genießen starken arabischen Kaffee.

© Fotos:

Aliebnemousa“ von AmirrezaEigenes Werk. Lizenziert unter Public domain über Wikimedia Commons.

Ähnliche Artikel