Friaul Julisch Venetien

Friaul-Julisch Venetien

Friaul-Julisch Venetien ist ein aus vier Provinzen bestehendes autonomes Gebiet am nordöstlichsten Rand Italiens. Es reicht von dem Friaulischen Dolomiten im Westen bis ans Adriatische Meer im Südosten, wo mit Triest auch seine Hauptstadt zu finden ist. Entsprechend seiner wechselvollen Vergangenheit stellt sich die Region mit einem umfangreichen Kulturerbe und sehr kontrastreich dar.

So wie das gewaltige Naturdenkmal der Dolomiten gehört auch die im Süden der Region liegende Stadt Aquileia zum UNESCO-Welterbe. Während die Dolomiten und die Karnischen Alpen ideale Urlaubsziele für Wanderer, Bergsteiger und Wintersportler bieten, zeugen in Aquileia, dem einstigen bedeutenden Zentrum des Römischen Reiches die Basilika, die Ruinen des Forums und die Reste des Flusshafens noch heute von jener frühchristlichen Zeit.

Um im Bereich der Adriaküste zu bleiben, verdienen dort das an einer schönen Lagune mit kleinen, vorgelagerten Inseln liegende Grado und Sabbiadoro als zwei der beliebtesten Badeorte ihre unbedingte Erwähnung.

Eine weitere, für einen Besuch zu empfehlende Stadt, ist Triest. Mit ihren zahlreichen Palästen, dem ans Meer grenzenden malerischen „Platz der Einheit Italiens“, ihrem Canal Grande und ihren zwei, auf einem Hügel thronenden Wahrzeichen der Kathedrale und des Kastells San Giusto sollen hier nur einige ihrer zahlreichen Sehenswürdigkeiten genannt sein.

Unweit der Stadt ist im Meeresschutzgebiet Miramare Seawatching beim Tauchen und bei kleineren Schiffsfahrten in die Umgebung möglich.

Nördlich davon teilt sich Italien heute ohne jegliche Probleme die Stadt Gorizia mit dem benachbarten Slowenien. Überragt von ihrer mittelalterlichen Burg verbreitet die Stadt einen recht weltoffenen Charakter.
Udine dagegen beeindruckt seine Besucher mit seinem Dom und dem Dommuseum sowie einigen sehenswerten Loggias.

Als eine Art Geheimtipp hält die Provinzhautstadt Pordenone in ihrer sehr sehenswerten Altstadt mehrere zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert entstandene gotische Palazzi und den Dom mit einem beeindruckenden Glockenturm als touristische Highlights bereit.

Was die kulinarischen Erwartungen betrifft, so kann Friaul-Julisch Venetien vor allem mit seinem Schinken aus Sauris und San Daniele und einigen gute Weinsorten punkten. Dagegen bietet die Küche eine eher herzhafte landestypische Hausmannskost, zu der Polanta, Porcina und Minestra gehören.

© Fotos:

Canal Grande in Triest © Mario Savoia | Dreamstime.com

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