Schloss Chillon

Schweiz

Schon lange vor dem Beginn des Massentourismus verband sich mit dem Namen der Schweiz in besonderem Maß die Vorstellung landschaftlicher Schönheit. Andere Landschaften benannten sich stolz nach dem Alpenstaat („Holsteinische Schweiz“, „Fränkische Schweiz“, „Sächsische Schweiz“). Beginnend mit den Erholungs- und Kurorten Interlaken und Luzern entwickelte sich in der Eidgenossenschaft eine hervorragende touristische Infrastruktur mit einem allerdings sehr hohen Preisniveau. Heute bieten Touristenziele wie Zermatt, Saas-Fee, St. Moritz oder Davos sowohl ausgezeichnete Wintersportbedingungen als auch reizvolle sommerliche Erholungsmöglichkeiten.

Basel – das über 1500-jährige „Goldene Tor Helvetiens“ wird durch den Rhein in Klein- und Großbasel geteilt. Im Dreiländereck angesiedelt, hat Basel als einzige Stadt der Schweiz drei internationale Bahnhöfe, den Schweizer, den Badischen und den Französischen Bahnhof. Außerdem besitzt die zweitgrößte Stadt der Eidgenossen zwei für den Import bedeutende Rheinhäfen.

Von den Römern als Stützpunkt angelegt, wurde Basilea 374 n. Chr. erstmals erwähnt. Im 11. Jh. gründete Kaiser Heinrich II. das ottonische Münster und erneuerte das Bistum. Basel wurde Handelsmetropole und geistiges Zentrum Europas; 1431-48 tagte das Baseler Konzil, eine der großen Kirchenversammlungen der Vorreformation. Im Jahr 1501 trat Basel der Eidgenossenschaft bei und führte bereits in den 20er Jahren des 16. Jh. die Reformation ein. In seiner heutigen Form geht das Münster auf einen Bau des 13. Jh. zurück, der über einer karolingischen Kirche errichtet wurde. Das spätromanische Gotteshaus erhielt im 14./15. Jh. Fassadentürme. Wie alle historischen Bauten der Stadt wurde auch das Rathaus aus den Jahren 1504-11 im Laufe der Jahrhunderte ständig erweitert. Höhepunkt im Innern des Gotik- und Renaissance Elemente verbindenden Gebäudes ist der Regierungsratssaal.

Der berühmteste Wallfahrtsort der Schweiz ist Einsiedeln. Er liegt in der Voralpenlandschaft unweit des aufgestauten Sihlsees und geht auf eine Gründung des heiligen Meinrad aus dem Geschlecht der Hohenzollern zurück, der 861 ermordet wurde. Der erste Abt errichtete 934 die Benediktinerabtei über der einstigen Zelle des Gründers. Ihren frühen Reichtum verdankt die Abtei Schenkungen von Kaiser Otto I. und Heinrich I. Erst 1704-70 entstand der Bau nach mehreren Brandkatastrophen in seiner jetztigen Form. Im Innern der Klosterkirche wurde nach den französischen Zerstörungen die Gnadenkapelle mit einer schlanken Madonnenstatue aus Holz wieder errichtet.

Das mondäne Wintersportzentrum St. Moritz ist als Treffpunkt des Jetsets und Austragungsort der Olympischen Winterspiele (1928 und 1948) bekannt. Daneben ist St. Moritz eines der schönsten Heil- und Kurbäder der Schweiz. Im alten Siedlungskern befinden sich neben dem berühmten „schiefen Turm“, der zu einer 1893 abgetragenen gotischen Kapelle gehörte, das Engadiner Museum.

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Weiße Wolken über Bergen © Kushnirov Avraham | Dreamstime.com

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